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Artikel

Die Gesinnung Jesus

Waldemar Illg„Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war.“ (Phil. 2,5) „Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für die Freunde hingibt.“ (Joh. 15,13) Jesus gab sein Leben für die Menschen — das war das Ziel seines Kommens auf die Erde. Er hat die Menschen sehr, sehr lieb. Als Er am Kreuz war, lag der ganze Dreck der Sünden auf Ihm. Er war sogar von Gott, seinem Vater, getrennt und sprach zu ihm: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Matth. 27,46) Er nahm freiwillig die Schuld anderer Menschen auf sich. Er wusste, dass es die einzige Möglichkeit ist, den Menschen die Erlösung zu geben damit sie mit ihm im Paradies sein dürfen. Er zahlte einen sehr hohen Preis. Ja, so war die Gesinnung Jesu! Aber können auch Menschen die Gesinnung Jesu haben? Es gibt eine Geschichte über zwei Zwillingsbrüder, die einander sehr ähnlich und doch ganz unterschiedlich waren. Der eine diente Gott, der andere aber wollte nichts von Gott wissen. Als der Ungläubige jemanden tötete und mit seinen blutigen Kleidern zu seinem gläubigen Bruder kam, da zog der Gläubige, ohne zu zögern die blutigen Kleider seines Bruders an und wurde an seiner Stelle verhaftet und hingerichtet. In der Bibel gibt es Beispiele von Männern und Frauen Gottes, die auch die Gesinnung Christi hatten und bereit waren, ihr eigenes Leben für Andere zu geben. Mose sagte zu Gott, als das Volk sündigte und Gott das Volk vertilgen und aus Moses Nachkommen ein Volk machen wollte: „Ach, das Volk hat eine große Sünde getan und sie haben sich Götter von Gold gemacht. Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast“. (2.Mose 32,32-33) Paulus war bereit, anstelle von seinem Volk verflucht zu werden: „Denn ich wünschte, selbst verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch.“ (Römer 9,3) Daniel, der unschuldig war, bat bei Gott für die Schuld des ganzen Volkes: „Wir haben gesündigt, Unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrünnig geworden; wir sind von deinen Geboten und Rechten abgewichen.“ (Daniel 9,5) Ja, die Liebe Gottes prägte die Gesinnung Jesu und prägt die Gesinnung der Menschen. Sie sind bereit, aus Liebe zu Gott für Andere zu sterben und ihre Schuld auf sich zu nehmen. Folgende Geschichte hat mich vor die Frage gestellt: Würde ich für die Diener Gottes um Vergebung bitten, wenn sie Fehlverhalten an den Tag bringen würden? Eine Frau erzählte während einer Taxifahrt, wie sie dieses Jahr mit ihrer Freundin an Ostern in die Kirche gegangen war. Sie kamen zu spät und die Kirche war schon geschlossen. Sie klopften an der Tür. Der Geistliche kam heraus und war sehr unzufrieden und beschimpfte sie. Er sagte, die Gottesdienste hätten früh begonnen und dauerten lange, so dass er müde sei. Ihre Stimme zitterte, sie war empört. Ein Mann, der auch im Taxi mitgefahren war und ihr zugehört hatte, war ein überzeugter Christ und war schon bereit ihr zu sagen, dass sie in eine andere Gemeinde gehen oder zu ihm in die Gemeinde kommen solle, dann werde sie keine Enttäuschungen erleben. Doch er bremste sich, weil er sich erinnerte, dass es auch in seiner Gemeinde Menschen gab, die unfreundlich gewesen sind. Er dachte an sich selbst, an die Fälle, bei denen er unaufmerksam zu den Gästen war. Es ging plötzlich so vieles durch seinen Kopf, dass er falsch getan hatte. Er fragte sich, was Jesus zu ihr gesagt hätte. Dann sagte er schlicht: „Vergib uns“. Sie fragte: „Warum bitten Sie um Vergebung?“ Der Mann antwortete: „Weil auch ich ein Geistlicher bin. Ich bitte, vergib uns, den Dienern Gottes. Ich verstehe, dass dein schwacher Glaube, der erst wachsen wollte, einen derben Schlag bekommen hat und das geschah durch einen Geistlichen, deswegen bitte ich um Vergebung, um Vergebung für uns alle, die wir Diener Gottes sind.“ In dem Moment verspürte er, wie sich die Atmosphäre änderte. Die Stimmung der Frau veränderte sich, sie war bereit über ihren Glauben und ihre tiefe Sehnsucht, den Frieden Gottes, zu reden. Klar, er hätte ihr auch sagen können: „Vergib dem Priester, wir müssen immer und allen vergeben.“ Und das wäre auch nicht falsch, doch er bat um Vergebung, sich selbst einschließend. Unser Herr Jesus kam auf diese Erde und hatte keine Schuld, doch er nahm die Schuld der Menschen auf sich und starb für die Sünden der Menschen am Kreuz. Ich hörte einmal die Aussage: „Um Vergebung bittet nicht der, der schuldig ist, sondern der, der die Beziehung schätzt.“ In dem beschriebenen Fall hat die Entschuldigung das weitere Gespräch ermöglicht. Die Frage „Was würde Jesus tun?“ half dem Mann, demütig und weise zu antworten. Der Apostel Petrus sagt: „Alles, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat, durch seine Herrlichkeit und Kraft. Durch sie sind uns die kostbarsten und allergrößten Verheißungen geschenkt, damit ihr durch sie Anteil bekommt an der göttlichen Natur, wenn ihr der Vergänglichkeit entflieht, die durch Begierde in der Welt ist. So wendet allen Fleiß daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis und in der Erkenntnis Mäßigkeit und in der Mäßigkeit Geduld und in der Geduld Frömmigkeit und in der Frömmigkeit Brüderlichkeit und in der Brüderlichkeit die Liebe. Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird’s euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.“ (2.Petr. 1,3-8) Jesus zu erkennen, steht in diesem Text drei Mal. Jesus, der uns berufen hat, Jesus, der uns im Laufe unseres christlichen Wandels „wachsende Ausdauer und Liebe“ gibt und Jesus auch dann zu erkennen, wenn wir in unserem christlichen Leben vorangeschritten sind. Ja, wir werden Ihn immer mehr erkennen und aus dieser Erkenntnis leben. Möge Gott uns helfen, die Gesinnung Christi zu haben und die Menschen so wie Er zu lieben. Er möge uns helfen, für uns selbst und da, wo es weise ist, auch für die Anderen um Entschuldigung zu bitten, insbesondere für unsere Nächsten und für alle aufrichtig Gläubigen in dieser Welt.

Waldemar Illg, Neckarsulm

Der Weg zum siegreichen Leben.

Andrey Petrutschenko

Lieber Leser, wenn du heute schwierige Zeiten durchmachst und dich von der Welt und dem Teufel bedroht fühlst, dann denke daran: der in dir ist, ist stärker als der, der in der Welt ist!

Geliebte, heute behaupte ich, dass jeder wiedergeborene Christ Sieger ist. Und egal mit welchem Problem ihr konfrontiert seid, Gott hat bereits eine Lösung für euch. Ihr müsst sie nur im Glauben annehmen und der Triumph gehört euch.

Es ist eine Tragödie, wenn bei einem wiedergeborenen Christen keine „Erneuerung der Gesinnung“ eintritt und sich in seinem Denken fast nichts verändert. Dementsprechend bleibt auch seine Lebensweise unverändert. So darf es aber nicht sein. Wir dürfen nicht nach den Kriterien des Opfers denken, sondern die Denkweise eines Siegers haben, weil wir Sieger in Jesus Christus sind!

„Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“ Röm. 12,2

Vielleicht sagt ihr, es sei kompliziert. Wenn es einfach wäre, würden es alle tun. Das Wort Gottes verheißt uns nichts Einfaches. Vielleicht dachtet ihr in diesem Moment, die Rettung sei einfach, man bekommt sie doch nicht nach unseren Verdiensten, sondern umsonst. Ja, für uns war es wirklich nicht schwierig, aber was hat es Gott gekostet, der seinen Sohn für die Sünden der ganzen Menschheit und somit für unsere Rettung den Märtyrertod sterben ließ?!

Der Herr hat für uns das Heil erworben, es uns geschenkt und ist dafür gestorben, damit wir Leben haben, und zwar im Überfluss. Doch weiterhin macht uns auch der Herr in seinem Wort klar, was er von uns erwartet.

· „Geht hinein durch die enge Pforte.“ Matth. 7,13

· „Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.“ 1.Tim. 6,12

· „Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes…“ Röm. 12,2

· „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.“ Joh. 16,33

Mögen sich diese Worte in deinem Leben erfüllen, bewahre sie fest in deinem Herzen und bekenne sie mit deinem Mund. Verwandle dich!

„… mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft, auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.“ 1.Kor. 2,4-5

Der Heilige Geist hat viel größere Wirkung als meine eigenen Worte, deshalb ermutige ich, euch viel in der Heiligen Schrift zu lesen, darüber nachzudenken und in eurem Leben anzuwenden. Bemüht euch den „alten Menschen“ abzulegen, sonst ist alles umsonst. Die Erneuerung der Gesinnung ist kein leichter Prozess, aber er ist sehr gesegnet und bringt gute Früchte.

„Denn die Waffen unsren Kampfs sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes…“ 2.Kor. 10,4-5

Das Wort „Festung“ wird nur einmal im Neuen Testament erwähnt. Dieses Wort bezeichnet ein Gefängnis oder eine befestigte Mauer. Apostel Paulus versuchte mit diesem Wort die Denkweise eines Menschen zu beschreiben, die sich fest etabliert hat und somit sein ganzes Leben und seine Persönlichkeit beeinflusst und prägt. Der Mensch ist in seinen Gedanken gefangen wie in einer Festung, deshalb benutzt Paulus auch diesen Vergleich.

Aber der gnädige Herr hat uns eine neue Denkweise gegeben, wir müssen nur unseren Blick auf das Kreuz richten. Es ist der Ort, an dem ein Austausch stattfand, wo du deine sündige Natur hingegeben und die Gerechtigkeit Christi empfangen hast. Mit seiner Macht kannst du dich heute jedem Angriff des Feindes widersetzen! Die Frage ist nur: machst du das auch, praktizierst du es in deinem Leben oder bleibt es für dich nur theoretisches Wissen?

Gott hat gesagt: „… wähle das Leben!“ Ihr wart schwach, aber das Wort Gottes sagt: „Der Schwache spreche: Ich bin stark!“ Joel 4,10

Wir sind nur Pilger auf dieser Erde, wir sind nicht von dieser Welt, aber wir leben in dieser sündigen Welt. Gott hat uns sein Wort gegeben, das unseren Geist, Leib und Seele leiten soll. Natürlich haben wir Probleme, sind Versuchungen ausgesetzt, stehen vor bestimmten Herausforderungen, aber der Sieg gehört uns durch das Opfer Jesu Christi. Daran erinnere ich mich jeden Tag und möchte auch euch gerne erinnern!

Der in dir ist, ist stärker als der in der Welt. Er ist stärker als jedes Problem, jede schwierige Lebenssituation, in der du dich heute befindest.

Ich weiß, wovon ich spreche und woran ich glaube. Denn ich war unwürdig zu leben, aber aus Gnade hat der Herr in meinem Leben ein Wunder vollbracht und mir seine Macht gegeben, ein erfülltes Leben zu haben. Wie gut ist es zu wissen, dass du in den schwierigsten Umständen nie allein bist. Der Herr ist bei dir!

Gott will, dass sich jeder von uns verwandelt, damit die Menschen Christus in uns sehen. Vielleicht befindet ihr euch schon in diesem Prozess, vielleicht regt dieser Artikel euch dazu an.

Die Verwandlung ist etwas, woran wir arbeiten müssen. Gott wird es nicht für uns tun. Wir müssen uns Mühe geben, denn „… von den Tagen Johannes des Täufers bis heute leidet das Himmelreich Gewalt, und die Gewaltigen reißen es an sich.“ Matth. 11,12

Gott sei Dank, dass wir erlöst, „aus der Macht der Finsternis errettet und in das Reich seines geliebten Sohnes versetzt“ sind.“ Kol. 1,13

Nun ist das Reich Gottes in uns. Der Heilige Geist lebt in uns. Wir müssen uns auf den Weg der Heiligung begeben. Und auf diesem Weg wird der Herr mit uns sein, auch wenn wir durch das finstere Tal gehen müssen.

„Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?“ Röm. 8,31

David besiegte den Riesen Goliath, vor dem sich das ganze Heer Israels fürchtete, weil er nicht allein war, sondern Gott war mit ihm! Und du wirst deinen persönlichen Goliath (das könnten Stolz, Groll, Neid, Sucht, Depression, Entmutigung, Frustration sein) auch besiegen, weil du nicht allein bist, Gott ist mit dir. Wenn du nicht aufgibst und nicht vom Schlachtfeld fliehst, erringst du den Sieg und verherrlichst den Herrn, aber nicht durch deine eigene Kraft, sondern durch den Geist Gottes.

„Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!“ 2.Kor. 2,14

Gott lässt uns immer in Christus triumphieren. Denn der in uns ist, ist stärker als der, der in der Welt ist!

Ich wünsche euch Frieden, liebe Brüder und Schwestern.

In Liebe und Gebet, Euer Bruder in Christus Andrey Petrutschenko, 10.2021

Der Blick zu JESUS dem Gekreuzigten

In einem Lied heißt es: „Blick hinweg, o mein Herz, von den Dingen der Zeit, ja hinweg von dem Weltgetümmel auf den Heiland der Welt, der das Erbteil erwarb, das behalten für dich im Himmel.“ Im Brief an die Hebräer lesen wir in Kapitel 12 Verse 1+2: „und lasst uns […] aufsehen auf JESUS, den Anfänger und Vollender des Glaubens […]“. Und Paulus schreibt im Brief an die Korinther: „Denn ich entschied mich, nichts anderes unter euch zu wissen als allein JESUS CHRISTUS, und ihn als den Gekreuzigten.“ Von Herzen bin ich Gott dankbar für sein ausrichtendes und klares Wort. Seit über einem Jahr werden wir von den Medien mit Nachrichten über Corona und den damit verbundenen Maßnahmen und Entscheidungen konfrontiert und überschüttet. Ja, diese ganze Thematik hat Einfluss auf unser Leben, auf unser Denken, Reden und Verhalten. Es ist irgendwie auch unvermeidbar, allein des Berufs wegen muss sich mancher gläubige Christ damit auseinandersetzen. Und nicht wenige Menschen stellen sich zunehmend die Frage: „Geht es hier mit rechten Dingen zu?“ Aber in diesem allem spricht Gottes Wort in unser Leben hinein: Blicke auf JESUS! Oder wie der Dichter des genannten Liedes es zum Ausdruck brachte: Blick auf den Heiland der Welt! Wie nötig haben wir als Kinder Gottes diesen konstanten Blick auf JESUS, auf den Gekreuzigten, gerade in dieser unruhigen, gottlosen Welt. Wenn wir nur in diese Welt hineinschauen, kommen wir zu schnell gut davon, aber das reicht nicht, sie darf nicht unser Maßstab sein! Mich fasziniert und beeindruckt tief die Leidensgeschichte unseres Heilandes. Es gibt hier viele Aspekte und Details. Aber vor allem steht JESUS selbst im Mittelpunkt, dieser makellose, heilige, reine und vollkommene Mann! Wie viele Herausforderungen prasselten auf IHN herein, ein Angriff nach dem anderen! Lasst uns im Folgenden anschauen, wie Jesus mit Unrecht, Verletzungen, Missverständnissen, Misshandlungen, Spott und Schlägen umgegangen ist.

JESUS konnte schweigen

Der Hohe Rat, Pilatus, Herodes forderten IHN heraus. Hier und da sagte ER einzelne Sätze, aber überwiegend schwieg Jesus, kein unnötiges Wort! ER, der jeden Gedanken der Menschen kannte, wie leicht hätte ER jeden in Grund und Boden blamieren können, aber ER schwieg. Wie gehst du mit Situationen um, die bestimmt nur ein Bruchteil dessen sind, was Jesus aufgetischt wurde? Redest du gleich los? Verteidigst du dich sofort? Kannst du schweigen und alles Gott anvertrauen, wenn Reden nichts bringt?

JESUS konnte tragen & ertragen

Welch eine Selbstbeherrschung! Mancher Mann verliert schon die Fassung, wenn einer an der Ampel bei Grün nicht gleich losfährt. Wie anders war JESUS! Seine Worte wurden verdreht, ER wurde verraten & verleugnet, verspottet & gelästert, IHM wurde ins Gesicht gespuckt, ER wurde mit Fäusten geschlagen & gegeißelt, schließlich mit zwei Verbrechern ans Kreuz genagelt. Wieder die Frage: Was machst du, wenn dir nur ein kleines Unrecht zugefügt wird?

JESUS konnte vergeben

Wie echt und wie praktisch war diese Vergebung! ER nannte Judas einen Freund, obwohl dieser kam, um IHN zu verraten, ER heilte das Ohr des Malchus, der mitkam, um Jesus gefangen zu nehmen. Sein Blick zu Petrus nach dessen Verleugnung bewirkte echte & tiefe Reue, ER sicherte den Himmel einem Verbrecher zu, der IHN kurz vorher geschmäht hat. Wie steht es um deine Bereitschaft zu vergeben?

JESUS rächte sich nicht, ER betete

Wie viele Gründe zur Rache hätte ER gehabt und wie viele Optionen standen IHM zur Verfügung! Aber ER tat es nicht! ER betete, als ER am Kreuz unter Spott und Schmerzen da hing für seine Feinde! Wie gehst du damit um, wenn es Grund zur Rache gibt?

JESUS liebte

Warum diese ganze Geschichte der Kreuzigung? Warum soviel Unrecht, Spott, Schläge und Blutvergießen? Das Evangelium, und im Mittelpunkt die Leidensgeschichte von JESUS ist der größte Liebesbeweis Gottes an die Menschen! Hier zeigt sich am deutlichsten wie brutal, korrupt, sündig und verdorben wir Menschen sind, wie damals so auch heute! Und was macht der Schöpfer damit? ER begegnet in JESUS CHRISTUS all dieser abgrundtiefen Sünde mit echter & strahlender Liebe, die vergibt & neu macht! Für mich gingst DU nach Golgatha! Danke Jesus für das neue Leben, ich bete Dich an & will Dir folgen! Auch du, lieber Leser, darfst zu JESUS kommen, ER wartet auf DICH! Der Blick zu JESUS zerbricht uns, zeigt uns, wer und vor allem wie wir in Wirklichkeit sind! Und dann, gerade dann dürfen wir im Glauben die Gnade Gottes in Anspruch nehmen, die das Leben & Sterben des Herrn JESUS in uns offenbart.

Eddy Schüle

Depressionen – gibt es (k)eine Hilfe?

In den letzten Jahren wurde ein eigenartiges Phänomen festgestellt. Bei uns in Deutschland sind 20% der Leute, die den praktischen Arzt aufsuchen, depressiv, niedergeschlagen, verzagt, schwermütig und ohne Freude. Nicht nur in unserem Land, sondern weltweit nehmen Depressionen zu.

Was könnte das für Ursachen haben?

Zum einen leben wir heute in einer hochtechnisierten Welt. Wir bauen Flugzeuge und Raketen, wir empfangen Satellitenübertragungen, usw. Was früher zwei Wochen dauerte, geht heute in ein paar Stunden. Aber unsere Seele kommt nicht mehr mit! Zum anderen haben wir eine steigende Zukunftsangst: atomare Bedrohung, Umweltverschmutzung, Ozonlöcher, Überbevölkerung, etc. werden durch die modernen Medien ständig in unser Blickfeld gerückt. Die Anonymität und Einsamkeit nimmt zu, wo früher Nachbarschaftshilfe und Zusammenhalt waren, sind heute Kälte und Egoismus. Siehe auch was Jesus sagt in Mt. 24,12, dass in letzter Zeit, die Liebe in vielen erkalten wird. Es gibt Unterschiede zwischen: – Depressionen als vorübergehende traurige Verstimmung, die jeder schon einmal im Leben gehabt hat, die ein paar Stunden oder Tage andauert, und – Depressionen als handfeste Krankheit, die sich über Monate oder Jahre erstreckt und unbedingt fachärztlicher Hilfe bedarf.

Welche Symptome können Depressionen haben und wie äußern sie sich?

Depressionen betreffen den Menschen ganzheitlich – im Gefühlsbereich: (man hat im Inneren ein Weh) da ist Niedergeschlagenheit, Weinkrämpfe, Selbstverwerfung, Abneigung gegen sich und soziale Isolation, man schlüpft in das so genannte Schneckenhaus. Depressive Menschen kommen sich klein vor, hässlich, minderwertig, hilflos und befleckt; die Mitmenschen und die ganze Welt hingegen erleben sie als groß, bedrohlich, mächtig und unheimlich. Depression kann man als krankhaft übersteigerte Traurigkeit verstehen. In der Depression erscheint alles hoffnungslos, fremdartig, grau und farblos. – im Bereich des Denkens: negative Erwartungen, Verlust der Motivation, Unfähigkeit zur Entscheidung, Selbstkritik, niedrige Selbsteinschätzung (ich bin ein Versager), evtl. Selbstmordgedanken. Ihre ganze Aufmerksamkeit bleibt auf ihr eingebildetes Unglück konzentriert. – im körperlichen Bereich: Verstopfung, verlangsamte Sprache, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Trägheit, Müdigkeit, die Bewegungen werden langsam und kraftlos, es kommt zum Verlust des Interesses an Intimität. 

Was sind die Ursachen der Depressionen?

Die psychiatrische Medizin unterscheidet im Wesentlichen über fünf Formen der Depression (dt. Ärzteblatt vom 31.10.1991):
  1. die organische Depression
  2. die reaktive Depression
  3. die endogene Depression
  4. die noogene Depression (Viktor Frankl in seinem Buch „Der Wille zum Sinn“)
  5. die neurotische Depression, die mit einer krankhaften Persönlichkeitsentwicklung zusammenhängt (auf diese Form werden wir nicht eingehen) 
  1. Organische Ursachen → Organische Depression

Depressionen können direkte körperliche Ursachen haben, die man klar nachweisen kann. z.B.: Herzkrankheiten, Blutarmut oder Funktionsstörungen der Schilddrüse, die meistens große Schwankungen im Hormonhaushalt nach sich ziehen, Wochenbettdepressionen, Wechseljahre (klimakterische Depression). Wir wissen heute, dass 1/1000 g eines bestimmten Hormons zu wenig oder zu viel verheerende Folgen haben können. Auch wenn der Jodhaushalt nicht stimmt, oder andere Stoffwechselstörungen eintreten. Hier können Medikamente zum Ausgleich für eine bestimmte Zeit oder manchmal lebenslang helfen. Ein Beispiel: Ein junger Mann ist jahrelang depressiv, bis sein Arzt ihm ein Lithium-haltiges Medikament verschreibt. Daraufhin kommt eine schlagartige Besserung. Heute kann er wieder arbeiten.
  1. Ursache: Reaktive Depression

Die Depression resultiert aus einem schweren Schicksalsschlag eines Menschen. Die Seele reagiert mit Depression auf das Ereignis.
  • a) Verlustdepression
Kann eintreten, wenn jemand Mutter, Vater, Partner oder Kinder verliert. Oder seinen Besitz, den Arbeitsplatz oder irgendetwas Wertvolles! Beispiel aus der Bibel: Hiob Er ist reich, gesund und hat 10 Kinder. Er verliert nacheinander Besitz, Kinder und Gesundheit. Hiob war ein Mann, der mit Gott lebte. Er reagierte zunächst geistlich vorbildlich: „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen, gepriesen sei der Name des Herrn“ (Hiob 1,21). Später fiel er jedoch in ein tiefes Loch: Hiob 3,1: „Danach tat Hiob seinen Mund auf und verwünschte seinen Tag.“ Bei den Gläubigen kommt es darauf an, dass sie ihre Depressionen mit Gott verarbeiten. Dann kann am Ende eine ganz neue Gottesbegegnung, wie bei Hiob, stehen.
  • b) Erschöpfungsdepression
Sie kann nach körperlichen, seelischen oder geistigen Höchstleistungen eintreten. Man ist einfach überanstrengt und überfordert. z.B.: Nach langen, schulischen oder studentischen Prüfungszeiten, bei Dauerüberlastung in Familie oder Beruf, nach einem anstrengenden Hausbau, nach der langen Pflege eines Angehörigen, usw. Auch hier haben wir wieder ein klassisches Beispiel in der Bibel: Elia, total erschöpft unter dem Wacholder; 1.Kön. 19,1-4: Er hatte Höchstleistungen vollbracht: – Sieg über den heidnischen Baalskult, – Tötung der falschen Propheten, – Fußmarsch im Alter von ca. 80 Jahren von Karmel über Jesreel nach Beerseba. Er war allein, hatte keine Lebensfreude, hatte keine Zukunftsperspektiven. Auch bei ihm kann man das negative Denkmuster der Depression sehen: – Ich bin ein Versager, – Meine Umwelt ist bedrohlich, – Für die Zukunft gibt es keine Hoffnung. Kennst du solche Situationen in deinem Leben? Erschöpfung, ausgelaugt sein? Weißt Du, jeder von uns hat nur ein begrenztes Leistungsvermögen, das man nicht ohne Schaden auf Dauer überziehen kann. Darum können Erschöpfungsdepressionen Signalwirkungen haben. So wie bei einem Auto: wenn die rote Leuchtdiode an Armaturenbrett leuchtet, dann eile zur Werkstatt, sonst kannst du liegen bleiben! Erschöpfungsdepression ist ein Warnsignal des Körpers. Man sollte dem Körper Ruhe gönnen! Schlafen und Essen! Elia betete um ein Todesmittel und Gott gab ihm Lebensmittel und EINE Möglichkeit sich auszuschlafen! Einfache Therapie – aber wirkungsvoll! Wenn du merkst, dass du nicht mehr abschalten kannst oder dass du ständig schlapp bist, dann such dir einen Wacholderbusch! Zeit für eine Ruhepause. Warum denn die vielen Überstunden? Warum denn zu zweit arbeiten, nur um den Lebensstandard zu erhöhen? Wenn dann die Gesundheit ruiniert ist, ist man bereit, das ganze zusammengeraffte Geld herzugeben, um die Gesundheit wieder zu kriegen – aber die Rechnung geht in den seltensten Fällen auf! Jemand sagte einmal: „Wir leisten uns mit dem Geld, das wir nicht haben, oft Dinge, die wir gar nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die wir gar nicht mögen.
  • c) Schulddepression
Ich kann nicht verschweigen, dass die Depression auch von verborgener Schuld herkommen kann, (in Psychologiebüchern werden Sie dies nicht zu lesen bekommen). Die Bibel sagt: „…Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun.“ (Röm. 2,8) Verborgene Schuld kann Auswirkungen haben bis in den Körper hinein! Umgekehrt kann aber auch die Vergebung Jesu, der am Kreuz für uns starb, heil machen bis in die Knochen! Die Bibel weiß um die psycho-somatischen Zusammenhänge, die heute zu einem Zweig der modernen Wissenschaft geworden sind, siehe was David in Ps. 32,1-5 darüber sagt: „…Als ich es wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine…“ Dazu Beispiele:
  • Eine Frau beging während der Krankheit ihres Mannes Ehebruch. Die Folge: Gewissensnöte, Depressionen, Verschmachten. Wir sehen, dass ihre Schulddepression als Folge der gestörten Beziehung zum Partner und zu Gott entstand!
  • Eine Frau entschied sich während der zweiten Schwangerschaft gegen die Geburt des Kindes, denn sie hatten gerade ein neues Haus gebaut. Auch 10 Jahre später hat sie immer wieder Schulddepressionen bekommen, die sie mit Alkohol zu betäuben versuchte.
  • Eine dritte Frau, die von einer Wahrsagerin gehört hat, dass sie keines natürlichen Todes sterben wird, leidet seit dem Tod ihres Mannes unter Schulddepressionen.
Noch einmal: nicht alle Depressionen haben direkt mit Schuld zu tun – aber manche…! „…Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die Böses tun.“ (Röm. 2,8) Niemand muss unter seiner Schuld zusammenbrechen. Gott selbst hat die Schuldfrage ein für allemal gelöst. Jesus, Gottes Sohn, kam in diese Welt und lebte ein vollkommenes Leben. Und dann starb er stellvertretend für deine und meine Schuld am Kreuz. Er hat den Weg gebahnt… Gott vergibt jedem, der seine Schuld bekennt und an Jesus glaubt und bereit ist, ihm nachzufolgen. Komm doch heute zu Jesus! Er kann Gesichter voller Tränen zur Ruhe bringen. Er kann Herzen voller Schuld und Not befreien! Jesus heilt jedes zerbrochene Herz, wenn du bereit bist, ihm die Scherben zu überlassen.
  1. Endogene Depression

Alle Depressionen, die keine nachweisbaren körperlichen Ursachen haben (organisch), die nicht Antwort auf ein Ereignis von außen sind (reaktiv) und die nicht mit einer krankhaften Persönlichkeitsentwicklung zu tun haben (neurotisch), bezeichnet man als endogen. Diese können wie ein Naturereignis über einen Menschen kommen. Es gibt wohl zwei Hauptfaktoren, die bei den endogenen Depressionen mitwirken:
  • Vererbung: Depressionen treten familiär stark gehäuft auf.
  • biochemische Abläufe im Gehirn, Tagesrhythmus: morgens am schlimmsten, abends bessert sich der Zustand.
Wir verstehen: hier ist menschliche Hilfe sehr schwer! Oft ist ein Krankenhausaufenthalt nötig. Bei schweren Fällen sind die hauptsächlichen Aufgaben: – Verhütung des Selbstmordes (vordringlich), – Behandlung von körperlichen Mitursachen, – Erleichterung des Zustands durch Gesprächstherapie u.a.m., – Erleichterung und Beschleunigung der Heilung mit Medikamenten.
  1. Die noogene Depression

In schwierigsten Verhältnissen des Lebens überlebten nur die, die ein großes Ziel hatten, die trotz allem Elend noch einen letzten Sinn sehen – alle anderen gingen zugrunde, siehe die Lebensgeschichte von Viktor Frankl, der als Jude im KZ Auschwitz in unmöglichen Verhältnissen überlebt hat. Noogene Depression – Depression aufgrund fehlender Sinnerfüllung! Genau das begegnet uns heute auf Schritt und Tritt! – Frauen von erfolgreichen Geschäftsleuten sitzen zu Hause in ihrer Traumvilla und werden hoffnungslos depressiv! – Junge Leute, die von zu Hause her alles haben, werden depressiv, weil ihnen weder im Elternhaus noch in der Schule und Gesellschaft irgendjemand sagen kann, wozu sie da sind! Es ist erschreckend, wie Depressionen unter Jugendlichen zugenommen haben! Hier haben wir vom Evangelium der Bibel her eine herrliche Antwort: Wir dürfen den Menschen sagen, dass der Glaube an Jesus Christus echte Sinnerfüllung geben kann. Wer ihn als den auferstandenen, lebendigen Herrn kennengelernt hat, der möchte nicht nur mit, sondern auch für Gott leben – und genau das bringt wirkliche Sinnerfüllung in ein Menschenleben. Ein paar Gedanken zur Begleitung eines depressiven Menschen: – Es muss Verständnis für einen kranken Menschen entgegengebracht werden. Gesunde sind oft unbarmherzig. – Nicht den depressiv Kranken unterstellen, dass sie simulieren und faul sind. – Keine stundenlangen Gespräche führen, lieber öfter kurze Gespräche! – Bei negativen Gedanken: “Stopp“ einüben. – Mehrere Ansprechpartner haben, denn einer allein ist oft überfordert. – Evtl. eine kleine Arbeitstherapie: etwas einkaufen; etwas kochen; etwas waschen, etwas lesen, etc. – Dem depressiven Menschen helfen, von sich selbst und seinen Problemen wegzukommen, sonst versinkt er im Selbstmitleid. → Aber wie? – Probleme anderer Menschen zeigen und ihn bewegen, anderen zu helfen (Hiob 42,10); – ihm ermutigende Bibelworte und Verheißungen sagen oder aufschreiben, denn das Wort Gottes ist heilende Kraft; – ihn mit in die Gottesdienste der Gemeinde mitnehmen. Denn eine lebendige Gemeinde hat ein Stück weit therapeutische Wirkung; – den Kranken immer und immer wieder auf die unveränderliche Liebe Gottes hinweisen: „Gott liebt dich – auch wenn du im Augenblick depressiv bist! Gott liebt dich – auch wenn du es im Moment nicht fassen kannst!

Schluss:

Depressionen gehören zu dieser gefallenen Welt, bei Christen und bei Nichtchristen. Aber das Wichtigste in unserem Leben ist nicht die Gesundheit. Auch nicht die seelische Gesundheit, sondern das Wissen: Ich habe Frieden mit Gott, mein Leben liegt in seiner Hand. Vielleicht sagst du: Gott sei Dank, dass ich nicht depressiv bin! Du solltest hinzufügen: “Herr, meine seelische Gesundheit habe ich nicht verdient. Du meinst es so gut mit mir. Als Dank will ich dir mein ganzes Leben ausliefern. Es soll dem Herrn Jesus Christus gehören!“ Vielleicht bedrückt dich Krankheitsnot. Geh trotzdem den Weg mit Jesus! Nein, geh erst recht den Weg mit ihm. Er trägt  dich durch. Bald sind wir bei ihm. Im Himmel gibt es keine Depressionen mehr! Ganz gewiss. Aber bis dahin müssen wir da durch! Bete zu Gott um Heilung. Wenn Gott dich anrührt und heilt, freu dich und bezeuge es in der großen Gemeinde! (Ps. 40) Er kann es tun! Wenn er dich nicht heilt, dann bleib ihm trotzdem dankbar und zufrieden. Vertraue ihm die ganze Situation an und öffne ihm deine Wünsche, doch in deinem Gebet um die Heilung vergesse nicht zu sagen: Herr nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe. Entscheidend ist, dass unsere Herzen ganz Jesus von Golgatha gehören. Ist das schon so in deinem Leben? Wenn nicht, gib ihm doch dein Herz noch heute!

Gedanken aus einem Vortrag von Wilfried Plock, Hünfeld (Erwählter Fremdling Nr- 43)